JenaWasser
JenaWasser, Kanalreinigung

Wasser und Abwasser: Sicherer Betrieb unter erschwerten Bedingungen

Bei der Kanalreinigung kann es beim Auspumpen und Ausspritzen zur Verwirbelung potenziell infektiösen Materials kommen: Deshalb ist das Tragen von speziellen Atemschutzmasken für die Mitarbeiter von JenaWasser derzeit Pflicht.

[29. April 2020]

Auch unter den derzeit erschwerten Bedingungen ist der ordnungsgemäße Betrieb der Wasser- und Abwasseranlagen in Jena und der Region jederzeit gewährleistet. Das betont Werner Waschina, stellvertretender Werkleiter von JenaWasser. “Die Kunden können sich auf uns verlassen.” 

Um die Kolleginnen und Kollegen vor einer Infektion zu schützen, wurden gemeinsam mit dem Betriebsführer Stadtwerke Jena umfassende organisatorische Veränderungen in den Bereichen Wasser und Abwasser vorgenommen: Arbeit in Zweiertrupps oder (soweit sicherheitstechnisch zulässig) allein, Einzelnutzung von Fahrzeugen, Zutrittsverbote für die Anlagen, Teamtrennung, Verschiebung von Arbeiten mit direktem Kundenkontakt, Tragen von Schutzausrüstung und speziellen Atemmasken, strikte Einhaltung von Mindestabständen, Bearbeitung von Anmeldungen und Anträgen aus dem Homeoffice. 

“Besonders bei Arbeiten im Abwasserbereich ist Vorsicht geboten”, erläutert Werner Waschina. Schon in “normalen Zeiten” kann im Abwasser und in den Abwasserschlämmen infektiöses Material enthalten sein, weswegen die Kollegen besonders geschult und umfassend geimpft seien. “Doch so lange es gegen das Corona-Virus keinen Impfstoff gibt, müssen wir unsere Mitarbeiter besonders schützen.”  

Das gilt insbesondere bei Arbeiten mit Aerosolbildung, also z.B. bei der Kanalreinigung und der Fäkalienabfuhr, sowie bei allen Arbeiten an offenen Abwassergerinnen und Becken, z.B. in den Kläranlagen und Pumpwerken. Hier ist für die Kollegen das Tragen von partikelfiltrierenden Schutzmasken Pflicht, die das Eindringen von aufgewirbelten Viren in die Atemluft verhindern.  

Zudem wird in den Umkleidebereichen noch mehr als sonst auf die strikte Einhaltung der sogenannten “Schwarz-Weiß-Trennung” der verschmutzten Arbeits- von der sauberen Privatkleidung geachtet. So sollen die Verschleppung und Verbreitung schädlicher Stoffe und potenziell infektiösen Materials verhindert werden. 

Hierfür wurden kurzfristig eine ganze Reihe zusätzlicher Sozialbereiche geschaffen. Konnten die Kollegen bisher von drei Standorten zum Einsatz fahren, stehen nun acht entsprechend ausgerüstete Arbeitsorte zur Verfügung. Das erleichtert auch die aus Infektionsschutzgründen notwendige Trennung der Teams.  

“Alle Kollegen arbeiten sehr umsichtig und diszipliniert, um sich und ihre Kollegen vor einer Ansteckung zu schützen”, lobt Werner Waschina. “Wir haben die Umstellung auf diese besonderen Bedingungen sehr gut gemeistert und können inzwischen fast von Normalbetrieb sprechen.” Insbesondere bei der so wichtigen Störungsbeseitigung und bei der Absicherung von Bereitschaftsdiensten gibt es im Wasser- und Abwasserbereich derzeit keine Einschränkungen. 

Anfängliche kleine Lieferengpässe, z.B. bei Abwasserchemikalien aus Norditalien, Frankreich oder Großbritannien, sind inzwischen behoben. Zudem gebe es einen engen Austausch zwischen den Aufgabenträgern der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Thüringen und die Bereitschaft, sich bei Bedarf gegenseitig zu helfen.