JenaWasser
JenaWasser, Kanalreinigung

Neuer Hochbehälter für Altenberga geplant

[19. November 2020]

Der Zweckverband JenaWasser plant, die Trinkwasserversorgung für die Ortsteile Altenberga, Plinz, Schirnewitz und Greuda netztechnisch neu zu strukturieren. Dafür wird aktuell eine Trinkwasserleitung zwischen Altenberga und Greuda errichtet. Bis Ende 2022 soll zudem zwischen Greuda und Altenberga ein neuer Trinkwasser-Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 150 Kubikmetern als Zwischenspeicher gebaut werden. Durch die Anbindung an Altenberga erhält künftig auch Greuda Fernwasser, welches der Zweckverband JenaWasser von der Thüringer Fernwasserversorgung bezieht. Damit erhöht sich die Versorgungssicherheit für die genannten Ortsteile erheblich. 

Bisher wird Greuda durch einen eigenen Tiefbrunnen und einen eigenen Hochbehälter (Fassungsvermögen 100 Kubikmeter) mit Trinkwasser versorgt. Beide Anlagen sind sanierungsbedürftig. Zudem weist der Brunnen eine hohe Wasserhärte und einen relativ hohen Nitratgehalt auf. Mittelfristig bestünde deshalb die Notwendigkeit, das Trinkwasser aufzubereiten und dafür ein Wasserwerk zu errichten. 

Im Rahmen der Erstellung des Wasserversorgungskonzeptes 2040 für den Zweckverband JenaWasser wurden verschiedene Möglichkeiten zur Versorgung von Greuda geprüft. Die Variante einer Anbindung an den Ortsteil Altenberga mit Errichtung eines zentralen Speichers erwies sich dabei als optimal, da gleichzeitig eine Reserve für Altenberga, Plinz und Schirnewitz entsteht und dafür ein ebenfalls sanierungsbedürftiger Hochbehälter im Bereich Plinz (Glücksmühle) entfallen kann.

Für die geplante Versorgungsvariante ist neben dem Behälterbau die Verlegung von ca. 1.700 Meter Trinkwasserleitung zwischen Greuda und Altenberga sowie die Errichtung einer Druckreduzierung und Zulaufregelung am Standort Glücksmühle/Plinz erforderlich. Dafür entfallen zwei Hochbehälter, der Tiefbrunnen und die dafür nötigen Zubringerleitungen in Greuda.

Zum aktuellen Stand: 

Der Bauantrag liegt zur Genehmigung beim Landratsamt des Saale-Holzland-Kreises. Seitens des Umweltamtes wurden weitere Unterlagen nachgefordert, die derzeit im Auftrag des Zweckverbandes JenaWasser durch externe Ingenieurbüros erarbeitet werden. Diese betreffen u.a. artenschutzrechtliche Prüfungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und den landschaftspflegerischen Begleitplan. Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens und der Ausschreibung ist der Baubeginn für den Hochbehälter damit frühestens im März 2022 möglich. 

Die derzeit im Rahmen der Gemeinschaftsbaumaßnahme an der K192 errichtete Trinkwasserleitung ist unabhängig von der Errichtung des Hochbehälters nutzbar. Ebenso ist die Versorgung der Ortsteile durch die vorhandenen Trinkwasseranlagen weiter gesichert. Der Neubau des Hochbehälters Altenberga ist eine Zukunftsinvestition, die die Versorgung der Gemeinden mittel- und langfristig verbessern wird. Der Zweckverband JenaWasser investiert rund 500.000 Euro in den Bau der Trinkwasserleitungen und voraussichtlich weitere 900.000 Euro in den Hochbehälterbau.