JenaWasser

Bauarbeiten in Steudnitz: THW errichtet Ersatzversorgung

[22. November 2019]

Instandsetzungsarbeiten plant der Zweckverband JenaWasser am Wasserwerk in Steudnitz. Durch eine Fachfirma soll der Spezialputz an den Innenwänden des dortigen Trinkwasser-Sammelbehälters erneuert werden. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am kommenden Dienstag, 26. November, und sollen innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein. Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung oder an der Wasserbeschaffenheit gibt es nicht.

Die Trinkwasserversorgung für die Einwohner von Dorndorf-Steudnitz wird während der Bauzeit über eine Ersatzversorgung sichergestellt. Dafür greifen die Stadtwerke Jena Netze auf die Unterstützung des Technischen Hilfswerkes (THW) zurück. Rund 20 Kameraden aus den THW-Ortsverbänden Erfurt und Apolda sind dafür an diesem Sonnabend, 23. November, ab etwa 8 Uhr im Einsatz. Sie stellen zwei Trinkwasserblasen mit einem Fassungsvermögen von je zehn Kubikmetern bereit und installieren eine provisorische Einbindung in die Technik des Wasserwerks. Sie dienen während der Durchführung der Arbeiten als notwendiger Zwischenspeicher, da aus technischen Gründen eine direkte Weiterförderung des aufbereiteten Trinkwassers nicht möglich ist. Nach Errichtung der Ersatzanlage erfolgt zunächst eine Befüllung und Beprobung des Trinkwassers aus den Ersatzbehältern. Erst wenn die Trinkwasserqualität nachgewiesen ist, wird die Anlage durch das Gesundheitsamt freigegeben und die Inbetriebnahme kann erfolgen. 

Die Stadtwerke Jena Netze arbeiten in solchen Fällen häufiger mit dem Technischen Hilfswerk zusammen. Der technische Betriebsführer für den Zweckverband JenaWasser verfügt selbst über keine vergleichbaren Ersatzbehälter. Das THW hält hingegen die erforderliche Technik für seine Aufgaben in Katastrophengebieten bereit und verfügt zudem über das erforderliche Know How, So profitieren beide Seiten: Die Stadtwerke Jena Netze haben eine technisch einwandfreie Lösung und das THW eine gute Möglichkeit zum Training. 

Im Wasserwerk Steudnitz wird Rohwasser aus einer Quelle und einem Tiefbrunnen aufbereitet, im genannten Sammelbehälter bis zu 25 Kubikmeter Trinkwasser zwischengespeichert und mittels im Wasserwerksgebäude installierter Pumpen zum Hochbehälter Dorndorf gefördert. Das Wasserwerk versorgt rund 2000 Einwohner im Ortsteil Dorndorf-Steudnitz der Stadt Dornburg-Camburg.