JenaWasser

Aus aktuellem Anlass: Feuchttücher & Co. nicht in die Toilette 

[01. April 2020]

Feuchttücher & Co. sind bereits seit Jahren ein Problem für die Abwasserbranche. Aus aktuellem Anlass weist der Zweckverband JenaWasser noch einmal darauf hin, dass Babytücher, Hygienetücher, feuchte Toilettenpapiere und andere Reinigungsrücher keinesfalls in der Toilette entsorgt werden dürfen. Sie gehören in den Restmüll. 

Denn anders als die aus Zellstoff bestehenden “normalen” Toilettenpapier lösen sich Feuchttücher im Kanalwasser nämlich nicht auf, sondern verbinden sich zu zopfartigen, langen, festen Gebilden. Diese legen sich wie Seile um die Abwasserpumpwerke, blockieren diese und können im schlimmsten Falle zu Verstopfungen und Rückstau im Kanal führen.  

Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, lässt der Zweckverband JenaWasser bereits seit Jahren durch seinen Betriebsführer Stadtwerke Jena Netze die Zuflüsse zu den Abwasserpumpwerken regelmäßig von Schwimmdecken aus Feuchttüchern und anderem Unrat säubern. Dazu kommen moderne Kanalreinigungsfahrzeuge zum Einsatz. Dennoch bleibt es eine unangenehme und sehr schwere Arbeit für die Kollegen. Diese wird auch derzeit in vollem Umfang weitergeführt, um Betriebsstörungen zu vermeiden.  

Möglicherweise aufgrund der “Toilettenpapierknappheit” und der ersatzweisen Nutzung von Feuchttüchern, Küchentüchern oder Taschentüchern ist derzeit ein etwas erhöhter Reinigungsaufwand festzustellen, schätzt Werner Waschina, Bereichsleiter Abwasser bei den Stadtwerken Jena, ein. “Die Bürger können aber darauf vertrauen, dass die Abwasserentsorgung auch in dieser Zeit jederzeit gesichert ist.” Die Pumpwerke sind durchgängig mit Reservepumpen ausgestattet, die bei einer Störung zugeschaltet werden können. “Dennoch bitten wir darum, die Feuchttücher und feuchten Toilettenpapiere – jetzt und auch im Normalbetrieb außerhalb von Corona - über den Restmüll zu entsorgen, um unser Abwassersystem zu entlasten.”