Beim Ersatzneubau für den Hochbehälter Schweizerhöhe ist ein erster Meilenstein erreicht: Die beiden Wasserkammern mit einem Speichervolumen von jeweils 2.500 Kubikmetern wurden im Rohbau fertig gestellt. So lässt sich nun die Größe des Hochbehälters erkennen: 50 Meter lang und 17 Meter breit sind die neuen Speicherbecken, die aus Stahlbeton gefertigt wurden. Die Kammern reichen bis zu elf Meter in die Tiefe hinein. Der Hochbehälter Schweizerhöhe speichert das von der Thüringer Fernwasserversorgung gelieferte Trinkwasser und versorgt rund 15.000 Menschen in Jena und dem Saale-Holzland-Kreis.
Aktuell werden die Wände und Decken für das sogenannte Schieberhaus betoniert. Dort wird später die Steuertechnik untergebracht sein. Voraussichtlich Anfang April sind dann eine Füllprobe und erste Dichtigkeitsprüfungen vorgesehen, ehe es mit weiteren Schacht- und Leitungsbauarbeiten weitergeht. Die Verfüllung der Baugrube soll dann im Sommer beginnen. Stützwände aus Naturstein werden den in Hanglage gebauten Behälter sichern, der ansonsten weitgehend unter einer Grünfläche verschwinden soll. Läuft alles nach Plan, kann der neue Behälter schon im Herbst in Betrieb gehen. Danach wird bis zum Jahresende noch der derzeitige Hochbehälter zurückgebaut und die Fläche wieder aufgeforstet und begrünt.
Der Neubau des Hochbehälters Schweizerhöhe ist eine Maßnahme aus dem Wasserversorgungskonzept 2040 für Jena und die Region. Geplant ist der Bau eines Trinkwasserspeichers mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Kubikmetern, aufgeteilt auf zwei Kammern. Die neue Anlage ersetzt den vorhandenen Hochbehälter aus dem Jahr 1899. Dieser ist baulich verschlissen und mit einem Fassungsvermögen von nur 1.000 Kubikmetern in nur einer Kammer auch deutlich zu klein.
Im Hochbehälter Schweizerhöhe wird das von der Thüringer Fernwasserversorgung bezogene Trinkwasser zwischengespeichert und ins Netz verteilt. Er dient der Trinkwasserversorgung von rund 15.000 Einwohnern in Jena-West und Jena-Süd und versorgt außerdem die wichtigen Industrie- und Wissenschaftsstandorte im Südviertel, darunter die Ernst-Abbe-Hochschule, der Beutenberg-Campus und auch der künftige Zeiss-Standort. Darüber hinaus dient die Anlage als wichtiger Zwischenspeicher für die Trinkwasserversorgung im südwestlichen Verbandsgebiet bis in die Gemeinden Zimmritz, Bucha und Milda. Der Zweckverband JenaWasser investiert rund sechs Millionen Euro in das Vorhaben.
Hier im Zeitraffervideo sehen Sie den aktuellen Baufortschritt.


